©Mayra Wallraff
©Mayra Wallraff

 

 

Lisa Kempter, geboren 1984 in München

 

 

 

ich arbeite seit 2013 als freie Regisseurin und Autorin und befinde mich bis 2023 in Ausbildung zur Theatertherapeutin.

 

Meine Arbeiten leben davon, dass ich auf der Suche bin – nach gesellschaftlich brisanten Themen und deren Ausdrucksmöglichkeiten und Formen, die dem jeweiligen „Das muss gesagt werden“, gerecht werden.

 

Bewusst lege ich mich nicht auf eine Form oder ästhetische Handschrift fest und kaum einmal wiederhole ich Erprobtes. So entwickelte ich in den letzten Jahren sehr unterschiedliche künstlerische Ausdrucksweisen.

 

Ich bin gelernte Verlagsbuchhändlerin und habe allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft (BA) studiert. Erste Regieerfahrungen machte ich am Berliner Off-Theater Theater im Kino. Darauf folgten Assistenzen am Theaterdiscounter und an der Volksbühne Berlin. 2010 ging ich als feste Assistentin ans Staatstheater Braunschweig, vor allem D. Löffner (Hausregisseurin) und ihre literaturnahe, poetische Erzählweise interessierte mich. Ausgehend von literarischen Texten inszenierte ich dort „Zu einer anderen Jahreszeit. Vielleicht.“ von A. Gerstenberg und "Vom Ende der Glut" von J. Neumann. In beiden Inszenierungen waren poetische Erzählpassagen in herber szenischer Umsetzung prägend.  Mit "demut vor deinen taten baby" von L. Naumann begann eine neue Suchbewegung, Schritte Richtung Dokumentartheater folgten: Eine Straßenchorperformance von Braunschweigern, in Folge eine dokumentarische Bürgerbühnenproduktion „BS-PAAR-0815“. Wir erforschten Liebesformen. Auf der Suche nach dokumentarischen Arbeitsweisen reiste ich als Dramaturgin mit dem „Theater Das Letzte Kleinod“  nach Israel. 2015 brachte ich meinen ersten Sohn zur Welt und schrieb das Hörspiel „nackt zu sein“ (SWR). Ich arbeitete mit geflüchteten Frauen (Stadtteilnetzwerk Potsdam), inszenierte einen Kabarett_Improvisationsabend (Café Madia). 2018 brachte ich meinen zweiten Sohn zur Welt und begann u.a. eine Ausbildung zur Theatertherapeutin an der KHSB in Berlin, um meine Sichtweise zu erweitern. Ich initiierte und leitete die „performative Gesprächsrunde“ im Café Madia, und nach der Corona Pause konnte endlich die Komödie „Ausgerechnet wir“ auf der Inselbühne Potsdam Premiere feiern. Im Oktober war ich als Autorin und Performerin an dem Experiment „Transit Neubrandenburg“ beteiligt.